Beiträge zum Thema ‘Kunst’
Salve & dobryj den
Melden uns von unserem frostigen Trip aus St.Petersburg (ehemaliges Leningrad) zurück.
Bei durchschnittlich -25 Grad tagsüber und über 1m Schnee hilft wirklich nur der russische Vodka,
welcher dort wirklich überall und jederzeit getrunken wird ![]()
Sehr prunkvolle & weitläufige Stadt, die kulturell keine Wünsche offen lässt.
Anbei ein paar Highlights – mehr Photos & Infos wenn wir uns wieder sehen.
In diesem Sinne – Vodka für alle / Huzo&Eva
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Wie würde es aussehen, wenn man die Welt mal von unten betrachtet? Der Künstler Varathit Uthaisri zeigt dies in seinem toll gemachten Video “Surface“:
SURFACE : A film from underneath from tu on Vimeo.
Gefunden im Kronblog
Die Washington-Post hat ein interessantes Experiment durchgeführt: der mit dem Grammy-Award ausgezeichnete Violinist Joshua Bell spielte in einer Washingtoner U-Bahnstation als Straßenmusikant verkleidet 6 Werke von Johann Sebastian Bach. Diese Werke konnte man wenige Tage zuvor auch während einem seiner Konzertes im Boston Theatre für einen durchschnittlichen Kartenpreis von 100 Dollar hören. Die zentrale Frage dieses Experiments war: inwieweit nehmen die Passanten in einer ungewohnten Umgebung Talent war und schätzen dieses auch?
Das Straßenkonzert begann an einem Freitag zur Stoßzeit um 7:51 Uhr; hunderte Menschen strömten während dieser Zeit an ihm vorbei. Es dauerte 3 Minuten, bis der erste Passant für einen Moment stehenblieb, um dann aber doch weiter zu eilen. Ein 3jähriger Junge war der erste aufmerksamse Zuhörer, der jedoch rasch von seiner Mutter zum Weitergehen aufgefordert wurde. Die Bilanz nach 45 Minuten: 6 Passanten blieben stehen und horchten eine Weile zu, 20 gaben ein Trinkgeld und gingen aber gleich weiter. In Summe hatte Joshua Bell 32 Dollar verdient.
Ein ernüchterndes Ergebnis finde ich. Wenn man keine Zeit hat, um zu bemerken, wie einer der besten Violinisten klassische Meisterwerke zum Besten gibt, wie viele Dinge mögen einem dann noch entgehen, die einem gar nicht bewusst sind?
Nachtrag: wahrscheinlich wär ich auch nicht stehen geblieben…das gibt mir zu denken ![]()
Der Billion-Dollar-Song zur Finanzkrise, arrangiert mit der Microsoft Komponiersoftware “Songsmith” -- ein vorfinanzierter Hörsturz:
Die schönsten Melodien scheibt das Leben selbst! Jeder Mensch ist ein Künstler -- also auch die Politiker und Banker: Melodien für Millionen. Und Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für die Kunst. Thank you for the Music!
Gefunden auf: www.kreidler-net.de
Zumindest verkündet dies eine Spezialausgabe der New York Times, die mit 4. Juli 2009 datiert ist. Weitere Schlagzeilen: US-Universitäten verlangen künftig keine Studiengebühren mehr. Harvard schließt seine Business School und mehr Radwege soll es in den USA auch demnächst geben:
Online-Ausgabe ansehen / PDF-Version herunterladen (8 MB)
Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Ausgabe, sondern um eine Aktion der Künstlergruppe “The Yes Man“, die mit der Leichtgläubigkeit der Mächtigen spielen. Für ihre Aktionen reicht ihnen oft eine Internet-Seite, die fast so aussieht und fast so eine Adresse hat, wie die eines Unternehmens oder einer Organisation. Dann müssen sie nur warten und es gibt die ersten Anfragen nach Sprechern auf Veranstaltungen.
Dann reisen sie an und erzählen vor erschreckend leichtgläubigen Wirtschaftern absurde Dinge. Die WTO hat schon mal die Sklaverei für eine interessante Sache gehalten, Dow Chemical sich zum Ensetzen der Börse bereit erklärt, die Opfer des Chemieunfalls im indischen Bhopal zu entschädigen.
1,2 Millionen Ausgaben davon wurden übrigens in New York verteilt; interessant auch, wie die New Yorker-Bürger selbst darauf reagiert haben:
So eine Aktion in Österreich mit der “Krone” oder “Österreich” stell ich mir lustig vor ![]()
Quelle: Handelblatt-Blog
Noch ein Video zum Thema alternative Graffiti:
Reverse graffiti artist Moose makes a big statement about clean in San Francisco’s Broadway Tunnel. Shot by documentarian Doug Pray. For most information visit www.reversegraffitiproject.com
Nach diesem Film sieht man Graffiti mit anderen Augen -- genial gemacht!
Quelle: http://www.blublu.org/
Eines der beliebtesten Firefox-Plugins ist Adblock Plus, mit dem unerwünschte Werbung auf einfache Art und Weise blockiert werden kann.
Einen Schritt weiter geht das Plugin Add-Art: wieso die Werbung nur ausblenden, wenn man sie beispielsweise durch Bilder von zeitgenössischen Künstlern ersetzen könnte?
Die Bilder werden derzeit im 2-Wochen-Takt ausgetauscht. Das Plugin und eine Installationsanleitung sind auf www.add-art.org zu finden.
Wieder ein Grund mehr, mit Firefox und nicht Internet Explorer durchs Web zu surfen ![]()
100 produkte im vergleich zu ihren werbefotos. alle produkte wurden eingekauft, die verpackungen fotografiert, die produktfotos vergrößert, die produkte nach verpackungsvorgabe zubereitet und zum vergleich fotografiert. alle produkte befanden sich innerhalb des haltbarkeitsdatums. alle produkte wurden aufgegessen. alle fotografien sind jederzeit wiederholbar.
mit diesem projekt sollen keine produkte und keine marken diskreditiert, verunglimpft oder schlecht gemacht werden. einziger zweck des projektes ist es, sich kritisch mit arten und mitteln von werbung in unserer zeit auseinander zu setzen. einige produkte sehen ihren werbefotos ähnlicher als andere. eine qualitätive bewertung von produkten findet nicht statt.
Alle Bilder zu diesem Projekt von “Pundo 3000″ gibt´s hier.
Die Ausstellung “Radical Advertising” zeigt, dass der Wechsel vom 20. zum 21. Jahrhundert einen radikalen Paradigmenwechsel in der Werbung markiert. Unter dem Vorzeichen der Globalisierung werden die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts zum Jahrzehnt der No-Logo-Bewegung und des Adbusting – ein Angriff auf die Vermüllung der semiotischen Umwelt mit Werbebotschaften.
Geradezu federführend dabei war die Modeindustrie: sie verkaufte es nicht nur als chic, gehijackte Logos zu tragen, sondern bediente sich in ihren Werbeauftritten auch erfolgreich der Techniken der Antiwerbung. Und wird damit zu einem Vorreiter eines radikal gewandelten Werbeverständnisses, das die Angriffe politischer wie künstlerischer Positionen auf die globale Werbung erfolgreich in Kampagnen inkorporiert. Die Ausstellung zeigt die Adbuster Kampagnen und die kritischen Kunstreflexionen von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Cindy Sherman und Daniel Buetti ebenso wie die meinungsbildenden Kampagnen von Benetton, Sisley oder Diesel, von Calvin Klein oder Comme des Garcons.
[...]
Ich frag mich, wohin diese Entwicklung führen wird. Bilder, die vor ein paar Jahren zu riesen Skandalen geführt haben, sorgen heutzutage kaum mehr für Aufsehen. Heißt das in Folge, dass es irgendwann keine Grenzen mehr geben wird? Nach dem Motto “Anything goes”? Oder sind wir bereits so abgestumpft, dass wir sowieso nur noch auf Tabubrüche reagieren?
Wie würdest du reagieren, wenn mitten in einer Bahnhofshalle neben dir auf einmal 200 Menschen wie zu Eis erstarren?
Diese und 70 weitere “scenes of chaos and joy in public places” wurden von der New Yorker Künstlergruppe Improv Everywhere bereits durchgeführt. Weitere Videos gibt´s auf ihrer Homepage oder im eigenen Youtube-Kanal .
Zum Jahresende ein paar “Bilderrätsel” von Chris Jordan aus Seattle, der mit seinen Kunstwerken eine etwas andere Sicht auf das Jahr 2007 liefert:
Die Auflösung, was das jeweilige Bild darstellt und weitere Motive findet ihr auf seiner Webseite.
In diesem Sinne guten Rutsch & ein frohes neues Jahr ![]()
Ich möcht euch gerne 2 Seiten von 2 befreundeten Künstlern präsentieren:
Einfach auf die Fotos klicken:
http://www.martin-hollerweger.at
Aus Rumänien:









