Beiträge zum Thema ‘Finanzkrise’
Wie entstehen 442 Milliarden Euro? Ein Knopfdruck genügt!
1,5 Billionen Euro haben die Zentralbanken seit der Finanzkrise erschaffen. Sie gaben sie den Banken, die damit der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen sollten. Doch bei Autoherstellern und Maschinenbauern ist das Geld nie angekommen. Wo ist es geblieben?
Sehr lesenswertes Dossier über die Bankenhilfe im Rahmen der Finanzkrise, Quelle: Die Zeit, Nr. 3/2010.
Vollständiges Dossier auf www.zeit.de lesen
Autoren/Mitarbeit: Kristina Maroldt und Frank Sieren
Photo by Steve Wampler, some rights reserved
Wer meint, diese zur Verfügung gestellten Milliarden wären Sparguthaben oder dergleichen gewesen, der irrt gewaltig:
Um kurz nach halb zehn drückt einer der beiden Männer einen Knopf, und etwa zwanzig Seiten Papier schieben sich aus dem Drucker. Das Protokoll für das Präsidium der Zentralbank. Das Dokument einer wundersamen Geldentstehung.
Die 442 Milliarden, die an diesem Tag von der Zentralbank zu den Privatbanken fließen, haben zuvor nicht der EZB gehört. Nicht dem Steuerzahler. Und auch sonst niemand. Das Geld ist gewissermaßen vom Himmel gefallen.
Die Zentralbank hat es am Vormittag dieses 24. Juni neu erschaffen. Sie braucht dafür keine ratternden Druckmaschinen mehr, es genügt, den gewünschten Betrag auf das Konto zu überweisen, das jede Bank der Eurozone bei der EZB unterhält. Zwölf Monate lang dürfen die Banken das Geld behalten. Dann müssen sie es an die Zentralbank zurückzahlen, und die Konten leeren sich wieder.
Und was ist mit diesem Geld passiert? Haben es die Unternehmen erhalten, um z.B. neue Investitionen tätigen und Arbeitsplätze schaffen zu können? Mitnichten:
Schon wieder ein Queen-Parodie? Ja, haben die das verdient. Ja, denn die „Bohemian Bancrupcy“ als Soundtrack zu einem mittlerweile guten Jahr Wirtschaftskrise ist gut gelungen.
Reposted from zib21.com
Während die US-Regierung Hilfspakete in Billionenhöhe zur Stabilisierung der Wirtschaft in der Finanzkrise verteilt, können sich die meisten Menschen (mich eingeschlossen) wahrscheinlich gar nicht wirklich vorstellen, wie viel eine Billion (=1000 Milliarden) Dollar im Endeffekt wert ist. Solche Videos sind dann immer wieder ziemlich hilfreich, um die aktuelle Lage auch einmal visuell erleben zu können:
reposted from fabianpimminger.com
Das mit Spannung erwartete G20-Treffen in London am 2. April ist vorüber. Die dort anwesenden Politiker sprachen von “Neuer Weltordnung“, “historischem Kompromiss” oder “Wendepunkt” im Hinblick auf die erreichten Ergebnisse.
Ich bin mir da nicht so sicher, weil im Endeffekt nur noch mehr Geld in den Erhalt eines bestehenden (Finanz-)Systems gesteckt wird, anstatt dieses von Grund auf zu reformieren.
Nachfolgend eine sehr gute Analyse von Gabor Steinhart (Spiegel-Online) – hier ein paar Auszüge:
Der Goldene Schuß
Die G-20-Staaten bekämpfen die Krise, indem sie die nächste vorbereiten: Mit neuen Billionen auf Pump soll die Weltwirtschaft angekurbelt werden. Das offizielle Gipfelmotto lautete Stabilität/Wachstum/Arbeitsplätze – das wahre müsste heißen: Verschuldung/Arbeitslosigkeit/Inflation.
Es ist August, eine kleine Stadt an der Riviera, Hauptsaison, aber es regnet – also ist die Stadt leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.
Zum Glück kommt zu einem Hotel ein reicher Russe. Er will ein Zimmer und legt 100€ auf dem Tisch, danach geht er sich das Zimmer anzuschauen. Der Hotelchef nimmt schnell die Banknote in die Hand und läuft zum Fleischlieferanten, um seine Schulden bei ihm zu bezahlen.
Dieser nimmt die Banknote in die Hand und läuft zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu bezahlen.
Der nimmt die 100€ in die Hand und läuft zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren.
Dieser nimmt mit großer Freude das Geld in die Hand und gibt es der Prostituierten, bei der er letztens war und er die Dienstleistungen auf Kredit genommen hat (Krise!).
Diese nimmt das Geld in die Hand und läuft froh, um ihre Schulden bei dem Hotelchef zu regulieren, wo sie auch letztens war und Kredit hatte….
Und in derselben Sekunde kommt der Russe vom Zimmer zurück und sagt, dass das Zimmer ihm nicht gefalle. Er nimmt seine 100€ in die Hand und verlässt die Stadt.
Niemand hat verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr und schaut optimistisch in die Zukunft…
Ist doch ganz einfach oder? ![]()
Inspiriert von der “New York Times-Aktion” der Künstlergruppe “The Yes Man” hat nun auch attac Deutschland diese Idee aufgegriffen und eine Ausgabe der Wochenzeitschrift DIE ZEIT vom 1. Mai 2010 erstellt und in ganz Deutschland verteilt:
Am 21. März haben in rund 100 Städten Attac- und weitere Aktive konzertiert eine ganz besondere Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT unter die Leute gebracht. Die Ausgabe ist datiert auf den 1. Mai 2010 und enthält Nachrichten aus einer Welt nach der Krise – über Krisenfolgen, die wir uns wünschen! Allein 150.000 Exemplare werden an dem Wochenende auf Plätzen, in Straßen, Kneipen und sonstigen öffentlichen Orten verteilt oder ausgelegt. [...]
Alle Artikel des Zeit-Plagiats gibt es auch online unter www.die-zeit.net
Der Film Zeitgeist Addendum beleuchtet die Ursachen der derzeitigen Finanzkrise bzw. betrachtet das Geldsystem generell als Kern vieler Probleme in unserer Welt. Allerdings weiß ich nicht genau, wie ich ihn einordnen soll. Viele Gedanken sind für mich einleuchtend und nachvollziehbar, anderen wie z.B. Technologie als Lösung für alle Probleme stehe ich eher skeptisch gegenüber. Hier die Beschreibung des Inhalts auf Google Video:
Der Kern vieler Probleme in unserer Welt ist das Geldsystem, welches einen unendlichen Schuldensog erzeugt und uns zwingt alle Entscheidungen und Handlungen in unserem Leben nach finanziellem Profit auszurichten. Dadurch verschwenden wir (bewusst und unbewusst) einen großen Teil unserer Energie mit selbstsüchtigem, korruptem Verhalten, anstatt in Freiheit die gemeinsame Entfaltung der Menschheit im Einklang mit der Natur genießen zu können.
Politik, Religion und andere Gesetze sind niemals eine Möglichkeit, um gesellschaftliche Probleme zu lösen oder einen Wechsel herbeizuführen. Sie sind nur ein Symptom der korrupten Profit-Struktur des Kapitalismus.
Die Technologie ist der wirkliche Schlüssel zur Lösung der zentralen Weltprobleme wie Ernährung und Energieversorgung. Würde die technologische Entwicklung nicht profitorientiert sonder ressourcen-orientiert ausgerichtet, würden alle destruktiven Technologien verschwinden und die im Überfluss vorhandenen umweltfreundlichen Ressourcen auf unserer Erde optimal genutzt werden können. Diese Argumentation beruht auf den Konzepten von Jacque Fresco und seinem Venus-Project, das als Gesamtlösungskonzept in Zeitgeist Addendum integriert wurde und auf dem mehr als die Hälfte des Films aufgebaut sind.
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Jahrelang türmten Investoren Reichtümer und Risiken an -- und gerierten sich, “Leistungsträger” genannt, auch noch als moralische Autorität, die den kleinen Leuten unternehmerische Tugenden predigten und deren “Vollkaskomentalität” verspotteten. Jetzt dürfen die Bürger diese “Leistungsträger” mit ihrem Steuergeld retten. Und im Extremfall zweigen diese sich auch noch von den Hilfsgeldern ein paar Millionen für ihre Boni ab. Ist das alles gerecht? Bestimmt nicht. Alternative gibt es dazu freilich auch keine gute. Aber kreativ darüber nachdenken sollte man schon, wie man es anstellen könnte, dass die, die jetzt blechen müssen, demnächst nicht wieder die Dummen sind.
Repost from misik.at
Zur Vorbereitung des G20-Treffens in London treffen sich wichtige Staats- und Regierungschefs der EU im Bundeskanzleramt in Berlin. Begleitet wird das Treffen von 30 Greenpeace-Aktivisten, die sich vor Ort für eine bessere Finanzierung des Klimaschutzes einsetzen. Auf einem mitgebrachten Banner ist zu lesen: “Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!”

Quelle: http://www.greenpeace.de
„Der Film zeigt, dass es nicht reicht, auf die Lernfähigkeit der Verursacher der Krise zu vertrauen. Sie werden ohne effektive globale Regulierungen weiter die riskante Jagd nach schnellem Profit fortsetzen. Die Kosten trägt die Allgemeinheit. Die nächste schwere Finanzkrise ist so nur eine Frage der Zeit. Mit der Bankenrettung müssen daher strenge Auflagen verbunden sein“, sagt Attac-Finanzmarktexperte Christian Schoder.
Attac fordert, dass gerettete Banken ihre Niederlassungen in Steueroasen schließen müssen. „Es ist nicht einzusehen, dass dem Staat durch die Aktivitäten in Steueroasen bis zu zwei Milliarden Euro verloren gehen, während Ex-Banker im Finanzministerium großzügig die Bankenhilfe verhandeln.“
Kurz vor dem G20-Gipfel wird sich Attac Österreich gemeinsam mit anderen Organisationen am 28. März in Wien an einem weltweiten Aktionstag für eine soziale Bewältigung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise beteiligen. Motto: Wir zahlen nicht für eure Krise!
Link zum Spot: www.attac.at/bankenrettung
Der Billion-Dollar-Song zur Finanzkrise, arrangiert mit der Microsoft Komponiersoftware “Songsmith” -- ein vorfinanzierter Hörsturz:
Die schönsten Melodien scheibt das Leben selbst! Jeder Mensch ist ein Künstler -- also auch die Politiker und Banker: Melodien für Millionen. Und Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für die Kunst. Thank you for the Music!
Gefunden auf: www.kreidler-net.de
Trying to fix problems caused by excess consumption with more spending is like telling a fat guy that the way to lose weight is to eat more donuts.

Ask not what your country can spend for you, ask what you can spend for your country!
In diesem Sinne viel Spaß beim Konsumieren! Auch wenns wahrscheinlich Dinge sind, die man eh nicht bräuchte, aber halt kaufen soll, damit es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht?!? Irgendwie krank das Ganze oder?
So oder so ähnlich muss es wohl gewesen sein…
Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen – ihnen also Kredit zu gewähren.
Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy’s Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz. Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy’s Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung.Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®. Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung SPA Super Prima Anleihen und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert. Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy’s Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren. Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.
Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy’s Kunden langsam fällig zu stellen. Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen. Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus. Mandy macht Konkurs. SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.
Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen. Die Bank wird durch Steuergelder gerettet. Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.
In diesem Sinne: Prost!
Besser könnte das Timing für den Filmstart von “Let’s make money” nicht sein -- der Film zur Finanzkrise sozusagen. Dieser wird am 29.10. im Rahmen der Viennale uraufgeführt und verspricht spannend zu werden:
Nach We Feed the World folgt Erwin Wagenhofer in Let’s Make Money der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem: Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherungen. Was hat etwa unsere Altersvorsorge mit der Immobilien-Blase in Spanien zu tun? Sobald wir ein zum Beispiel Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein -- ob wir wollen oder nicht. Die Bank speist unser Guthaben in den globalen Geldkreislauf ein, täglich fließen Milliardensummen mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus, die möglichst hoch verzinst werden sollen. Ob unsere Bank das Geld an einen spanischen Bauentwickler verleiht? Wir Kunden wissen es nicht. Möglicherweise verborgen Banken, Versicherer oder Pensionsfonds unser Geld auch an einen Spekulanten. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: «Lassen Sie ihr Geld arbeiten!» Doch Geld kann nicht arbeiten: Denn das können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.
Let’s Make Money folgt dem Weg unseres Geldes dorthin, wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter es vermehren und selbst arm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist.
Der Trailer zum Film:
Ich bin echt gespannt, wie lange der Einbruch an den Börsen noch so weitergeht. Glücklich kann sich derzeit noch schätzen, wer in den letzten Jahren den Verlockungen von hohen Aktiengewinnen nicht nachgegeben hat und auf traditionelle Anlageformen gesetzt hat.
Trotzdem wird diese Krise an keinem von uns spurlos vorüber gehen – sei es nun durch Rückgänge im Wirtschaftswachstum oder durch höhere Steuern. Andererseits ist diese Krise wie jede andere auch eine Chance, dass es besser werden könnte – z.B. durch die Schaffung von nachhaltigeren und stabilen Finanzmärkten.
Noch optimitischer sieht die derzeitige Lage der “Unternehmensberater” mit seinen Gedanken zur Finanzkrise: (fett = Hervorhebungen von mir)
Ich habe allerdings eine Hoffnung. Die Finanzkrise wird Tabus niederreißen, wie einst die Menschen die Mauer niedergerissen haben. Man wird sich Gedanken über neue Gesellschaftsmodelle machen müssen; bereits heute kann man zumindest darüber reden, Banken zu verstaatlichen; morgen vielleicht darüber, es mit natürlichen Monopolen auch zu tun. Das Pendel wird zurückschwingen – und die Menschen werden wieder frei diskutieren und über wirkliche Alternativen reden und nicht darüber, ob die Lohnnebenkosten um 0,5% sinken, die Mehrwertsteuer um 3% steigen, und die Rentenformel um den Faktor xyz erweitert werden soll. Es wird das Ende der Entpolitisierung der Gesellschaft sein. Sie weiß es nur noch nicht.
Und bei dem Gedanken kann ich nun mit einem Lächeln ins Bett gehen.
Wie beurteilt ihr die aktuelle Lage? Weltuntergang oder alles halb so schlimm?
Wikileaks ist ein Ende 2006 anonym ins Leben gerufenes Projekt, das nach dem Wiki-Prinzip aufgebaut ist und „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen” dienen soll. Primäre Ziele sind durch Unterdrückung geprägte Regimes in Asien, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Schwarzafrika und dem Nahen Osten. Wikileaks will jedoch auch all denen zur Seite stehen, „die unethisches Verhalten in ihren eigenen Regierungen und Unternehmen enthüllen wollen. [...]
Hab ganz schön gestaunt, als ich dort die gesperrte Hochrechnung von 14:00 Uhr für die Nationalratswahlen am 28. September 2008 entdeckt habe. Von wegen also spontaner Jubel/Verzweiflung bei den Liveberichten aus den Parteizentralen um 17:00 Uhr.
Ebenfalls bezeichnend: 55.000 Dollar für 2 Wochen Praktikum bei der (mittlerweile insolventen) Investmentbank Lehman Brothers. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wohin die ganzen Milliarden “verschwunden” sind.
Wikileaks führt zwar keinerlei Prüfung der auf ihrer Homepage veröffentlichten Dokumente durch, womit deren Echtheit nicht gesichert ist – trotzdem gibt es bereits auf NYTimes.com 942, Guardian.co.uk 645 und auf Spiegel.de 47 Beiträge, die sich auf Wikileaks als Quelle berufen.
Summa summarum also eine Webseite, die sicher noch öfters eine wichtige Rolle im (Enthüllungs-) Journalismus spielen wird, v.a. weil das anonyme Einreichen von Dokumenten für jeden möglich ist.
Bei der nächsten Nationalratswahl geh ich jedenfalls erst um 16:00 Uhr wählen ![]()
Droht uns eine Rezession? Erleben wir gerade den Zusammensturz des komplexen, weltweiten Finanzsystems? Der nachfolgende Film gibt Antworten auf die Fragen, wie unser Geldsystem entstanden ist und wie es noch heute funktioniert.
“Gib mir die Welt plus 5 Prozent”. Die Geschichte vom Goldschmied Fabian
50 aufschlussreiche Minuten über den grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem und das grundlegende Geheimnis des Banken- und Geldwesens.Inhalt:
* Was ist Geld?
* Wie entstanden Banknoten, Schecks usw.
* Der grundlegende Fehler im System
* Warum überall Geld fehlt
* Warum die Bürokratie immer weiter ausufert
* Warum die Belastungen für die Bürger laufend anwachsen
* Warum es zu Kriegen kommt
* Warum das Bargeld schrittweise abgeschafft wird
* Die Ursache der Globalisierung
* Das unentdeckte Geheimnis des Banken- und Geldwesens
Trailer:
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Jeder weiß, was einem blüht, wenn das eigene Konto immer mehr ins Minus rutscht. Aber was passiert, wenn es sich beim Kontoinhaber um einen Staat wie z.B. die USA handelt? Im Jänner 2008 betrug deren Handelsbilanzsdefizit beispielsweise 58,2 Milliarden US-Dollar. Soll heißen, dass die USA eine Finanzspritze von ca. 2 Milliarden US-Dollar pro Tag brauchten, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Wenn nun diese Geldzufuhr der (internationalen) Kreditgeber aufgrund der derzeitigen Finanzkrise ins Stocken gerät, was passiert dann?
Derzeit vergeht kaum ein Tag ohne neue Meldung über Milliardenverluste von Banken, Versicherungen oder sonstigen Finanzunternehmen:
- Investmentbank Merill Lynch: 6,7 Milliarden Euro,
- der Mitbewerber Citigroup: 18 Milliarden Dollar oder
- die US-Bank JPMorgan Chase: 1,3 Milliarden Dollar oder
- die BAWAG in den Jahren 1995-2000: 1.451.320.376 Euro,
um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Wie kann sowas passieren? Schließlich werden Kauf- & Verkaufentscheidungen an der Börse doch höchst rational, nachvollziehbar und überlegt getroffen – ganz im Sinne der Anleger, die beispielsweise ihre “Pensionslücke” mit einer sichern, privaten Pensionsvorsorge schließen möchten. Oder?

Eine etwas ernsthaftere Analyse von Phänomene wie dem Herdentrieb in der Finanzwelt liefert übrigens das gleichnamige Weblog der Zeit: “Herdentrieb – so funktioniert Kapitalismus“

Es ist August, eine kleine Stadt an der Riviera, Hauptsaison, aber es regnet – also ist die Stadt leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.

Mandy besitzt eine Bar in Berlin-Kreuzberg. Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke 



